Prix Laurence - Bettembourg Prix Laurence 2019 - Luxembourg
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Prix Laurence 2019

Klaassen Eline - Die Zugtaube





Eine Taube flattert auf den Kabel zu. Eine einfache Stadttaube mit blaugrau schimmerndem Gefieder. Sie ahnt nichts, fliegt ahnungslos auf den pechschwarzen Draht der Oberleitung zu. Geübt breitet sie ihre Flügel aus, spreizt die Krallen, schwingt sich zielbewusst auf den Kabel. Wie sie sich darauf niederlässt, schließen sich ihre Krallen ganz natürlich darum, ohne auch nur den geringsten Spalt freizulassen. So, als haben sie nie etwas anderes getan. Dabei müsste sie doch besser als jeder andere wissen, dass man Oberleitungen von Zügen nicht trauen kann. Sie sind von Menschenhand geschaffen. Und Menschen sind nun einmal nicht zu vertrauen. Aber das kann doch die Taube nicht wissen.

Regentropfen prasseln auf das Dach, treffen hart auf, zersplittern innerhalb Sekundenbruchteilen, verursachen ein gleichmäßiges, rhythmisches Trommeln des Zerfetzens. Wasser peitscht gegen die Windschutzscheibe, die Welt ist in graue, farblose Wolken getaucht. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass sie ihm förmlich in die Nase steigt, ein würziger und zugleich unheilvoller Geruch, der gerade dadurch eine gewisse Sehnsucht nach unerreichbarer Ferne und Freiheit in ihm auslöst. Er will hinaus, in den Regen hinein, blind über die Gleise stürmen. Die gleichmäßigen, geraden, logischen Bahnen der Tropfen lösen eine Wut in ihm aus, eine geradezu teuflische Lust, sie zu zerstören. Überhaupt, der Klumpen aus weggestopfter, hinuntergeschluckter Wut würde am liebsten alles zerstören, angefangen mit der ganzen Technik vor ihm, die es ihm ermöglichte, diesen gottverdammten Zug auf den Gleisen zu halten. Es waren ohnehin kaum Leute in dem Zug, wen würde es schon stören?

In einer einzigen sanften, geschmeidigen, fließenden Bewegung legt sie ihre Flügel an, lässt sie vollkommen in ihrem Gefieder verschwinden. Es ist ein friedliches Bild, diese einzelne Taube auf der Oberleitung. Nichts Böses auf der Welt scheint sie je erreicht zu haben. Arglos öffnet sie ihren Schnabel einen winzigen Spalt breit, dann schließt sie ihn wieder. Es wirkt, als fühle sie sich wohl. Sie fühlt sich wohl auf der Oberleitung des Zuges. Und zudem geborgen, als sei sie hier oben sicher vor jeglicher Gefahr. Sie vergräbt ihren Schnabel im Gefieder und beginnt, es andächtigen Blickes und mit größter Sorgfalt zu säubern.

Der Regenfall lässt ein wenig nach, er klingt weicher, weniger verbissen. Der Wutklumpen zerbröselt erst kaum merkbar, um schließlich ganz und gar in sich zusammenzusacken. Wie ein Regentropfen ist sie ihm zu Kopfe gestiegen, die Wut ist größer und immer größer geworden, gefallen, hat sich der Welt in ihrer ganzen hässlichen Rachsucht gezeigt um schließlich, ganz und gar der Boshaftigkeit müde, auf der belanglosen Windschutzscheibe eines belanglosen Zuges zu zersplittern. Die graue Ödnis der Landschaft um ihn herum verwandelt die Wut in eine gewisse Niedergeschlagenheit. Wie dumm von ihm, mit den Fäusten auf die Technik einschlagen zu wollen. Was für ein dummer Gedanke. Er mag Züge doch. Sie sind so ziemlich das Einzige, das ihn wirklich glücklich zu stimmen vermag. Erst recht sein Zug. Und erst recht bei regnerischem Wetter. Irgendetwas ist heute anders als sonst.

Ein zweiter Vogel nähert sich ihr, er ist kleiner und auch etwas molliger. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Kohlmeise, für eine Blaumeise sind ihre Federn nicht bunt genug. Für einen Moment macht es den Eindruck, als wolle sie unter die Leitung hindurchfliegen, doch im letzten Augenblick ändert sie ihre Flugrichtung und landet neben der Taube. Diese erachtet das Reinigen ihres Gefieders jedoch allem Anschein nach als wichtiger als das Verdrängen eines Seinesgleichen und fährt somit ungerührt fort. Auch das kaum merkbare Zittern, das aus der Ferne durch den Kabel dringt, ignoriert die Taube schlichtweg. Vielleicht schreibt sie es der Landung der Kohlmeise vor, welche sich etwas ungeschickt neben ihr niedergelassen hat. Auch Letztere scheint den Ort, an dem sie sich befindet, nicht im Geringsten mit Lebensgefahr in Verbindung zu bringen. Dabei müsste sie doch besser als jeder Andere wissen, dass solch graue Tage wie dieser den Todesdrang fast wie ein Magnet anziehen. Und Magnete sind von Menschenhand geschaffen. Aber das kann doch die Kohlmeise nicht wissen.

Eine Taube sitzt vor ihm auf der Leitung, eine harmlose, blaugraue Taube. Ihre zarte Gestalt scheint jegliche dunklen, sündigen Gedanken, die seine Seele eben noch vergiftet hatten, aus seinem Gehirn zu fegen, sein Gedankenstrom wird zu einem einzigen reinen, weißen Blatt. Eine nahezu engelsgleiche Sanftmut scheint sich über seinen aufgewühlten Geist zu legen, umschließt sein unruhig pochendes Herz wie eine große, schützende, allwissende Hand. Eine wunderbare Ruhe breitet sich in ihm aus, lässt seinen Verstand verstummen, seine Glieder erschlaffen, seinen Blick erstarren. Für einen Moment sind sämtliche Geräusche auf Erden verstummt, einschließlich dem Trommeln des Regens, überhaupt sind alle Regentropfen für einen Moment reglos in der Luft schweben geblieben, weil für einen Moment jegliche Bewegungen erstarrt und jegliche Gedanken stehengeblieben sind. Für einen Moment, für diesen einen Moment ist die gesamte Welt in Frieden getaucht. Aber eben nur für einen Moment.

Ein unglaublich hohes Quietschen durchfährt den reinen, kleinen Körper der Taube, sie durchdringt ihre Knochen und zerstört ihre Gedanken. Für einen Moment bleiben sowohl Taube wie auch Kohlmeise regungslos auf dem Kabel sitzen, erstarrt, fassungslos, schockiert. Dann breitet sich augenscheinlich Panik in dem kleineren der beiden Vögel aus, die Kohlmeise beginnt, hastig mit den Flügeln zu schlagen, flattert ängstlich davon. Die Taube hingegen, die Taube bleibt regungslos, sie sitzt vollkommen regungslos auf der Oberleitung des Zuges. Ihr Platz ist hier, sie wird sich nicht von einem Geräusch wegscheuchen lassen. Die Taube sitzt dort und trotzt der Bösartigkeit, der Grausamkeit der Welt. Aber man sollte bloß nicht denken, sie täte dies aus Mut. Sie tut es aus Trotz, aus purem, störrischem Trotz.

Für einen Moment sieht er die Taube blind an, wird jegliche Vernunft in ihm von dieser betörenden Reinheit in Form eines Vogels betäubt. Doch dann erwachen seine Sinne, die Entfernung zwischen dem Zug und der Taube verringert sich in Sekundenschnelle, ohne dass die Taube auch nur die geringsten Anstalten macht, wegzufliegen! Der für sie zweifellos tödliche Zusammenstoß rückt näher und näher. Eine gewisse Panik ergreift Besitz von ihm, seine Bewegungen verlaufen unkontrolliert, automatisch, unbewusst. Er überlegt nicht länger, er verschwendet nicht einen weiteren Gedanken. Stattdessen bremst er, er bremst, um das Leben der Taube zu verschonen. Die Silhouette am Rande der Brücke übersieht er.

Der Zug mag bremsen, doch es ist offensichtlich, dass die Zeit nicht reichen wird. Zu spät hat der Zug die Taube erblickt, zu spät hat er eingesehen, dass er bremsen musste. Wenn die Taube sich nicht erhebt, wird sie gnadenlos in Stücke gerissen werden. Ich fasse einen Entschluss. Das Schicksal der Taube ist meines. Es verleiht mir eine gewisse Macht, diese Taube so fest entschlossen auf dem Kabel sitzen zu sehen, nicht fliehend vor dem Schicksal, sondern ihm trotzend. Die einzige Macht, die ich je haben werde, ist es, über mein Leben entscheiden zu können. Dies ist das einzige Mal in meinem Leben, in dem ich meinen Instinkt überwinden kann, in dem ich durch und durch frei sein kann. Entweder bin ich frei oder ich lebe. Freiheit ist etwas, das nicht mit dem Leben kombiniert werden kann. Das Leben ist ein Spiel, dessen Regeln nicht ignoriert werden können. Wenn die Taube es schafft, gegen sie zu verstoßen, dann tue auch ich das.

Der Zug mag bremsen, doch er bremst zu langsam. Auch der Lokfahrer merkt das, hilflos greift er noch nach der Notbremse, aber auch die ist nicht fähig, die Geschwindigkeit des Zuges zu drosseln. Der Lokfahrer hebt den Blick. Seine Augen blicken direkt in ihre. Seine weiten sich, ihre verengen sich. Er will vor Panik schreien, sie sich in Entschlossenheit hüllen. Seine Stimme versagt ihm, der Schrei bleibt ihm in der Kehle stecken. Er sieht dem Tod direkt in die Augen, er ist nicht fähig, sie vor ihm zu verschließen, er kann sich nicht dagegen wehren. Der Zug fährt weiter und weiter, und er kann nichts dagegen tun.

Ich richte meinen Blick fest auf die Taube. Meine Konzentration gilt ihr voll und ganz, kein einziger Gedanke erreicht meine Seele. Der Zug kommt näher, immer näher und näher. Der Lokfahrer wird von blinder Panik ergriffen, er hat mich gesehen, doch ich verschwende auch an ihn nicht einen Gedanken. Wenige Zentimeter trennen den Zug noch von der Taube. Der Lokfahrer scheint jegliche Hoffnung aufgegeben zu haben, sich dem grausamen Schicksal hingegeben zu haben. Die Taube legt ganz kurz den Kopf schief. Dann breitet sie ihre Flügel aus und erhebt sich in die Lüfte. Der Zug passiert den Bahnhof, die Taube wendet ihren Flug. Während die letzten Regentropfen auf dem Pflaster des Bahnhofs zerschmettern, fliegt die Taube mit kräftigen Flügelschlägen durch den grauen, wolkenverhangenen Himmel. Dem Zug hinterher.

 




ageschéckt den: 18:21 Sat, 16 February 2019 vum: Klaassen Eline

Zeréck

Prix Laurence 2019

Klaassen Eline - Stille





Knisternd legt sie sich über dich

Bedeckt dich ganz und gar

Merkst nicht, wie sie sich zu dir schlich

Bis du vergisst was ist und war.

 

Keinen Moment verbringst du ohne sie

Nimmst sie kaum noch wahr

Und weil sie dir das nie verzieh

Rächt sie sich laut und klar.

 

Ein Augenblick der Unachtsamkeit

Schon kann nichts sie übertönen

Verbündet mit der Dunkelheit

NIchts quälender als ihr Dröhnen.


 




ageschéckt den: 18:28 Sat, 16 February 2019 vum: Klaassen Eline

Zeréck

Prix Laurence 2019

Klaassen Eline - Ouni Führerschäin Direktioun Zukunft



 


Mir sollten ophalen, Führerschäiner ze maachen. Ech weess, datt ech hei eigentlech e literaresch usprochsvollen Text sollt verfaassen, mee dat heiten sëtzt mer einfach queesch, et dréckt esou fest op meng Longen, datt se bal net méi ootme kënnen, et zerquëtscht mer därmoossen de Gedankefloss, datt ech owes bal net méi aschlofe kann. Ech géing jo och léiwer Geschichte schreiwen, mech fortdreeme vum Misär a mengem Kapp, meeschtens ass dat jo och eng ganz gutt Method, mee ech mengen, dass dëse Problem ze grouss ass, fir en einfach esou op d’Säit kieren ze goen, ech mengen, dass dëse Problem ëmmer an ëmmer nees zréck opdauche wäert, bis mer dann endlech déi wierklech Konsequenze spieren. De Guy Helminger mengt, Schrëftsteller sollte sech mat Themen befaassen, déi gesellschaftspolitesch relevant sinn, an ech denken, méi gesellschaftspolitesch relevant ewéi dat heite geet et jo bal net. Ech verstinn einfach net, firwat d’Leit dat ëmmer nach normal fannen, sech zwar iwwert dat waarmt Wieder opreegen an duerno awer nees mam Auto duerch d’Stroosse renne fir all butzegt Stéck Distanz. D’Leit mengen all, de Führerschäi wier eppes onmoosseg Wichteges am Liewen, eppes, wat een net däerf verpassen, wat ee brauch, fir e normaalt Liewen ze féieren. Ma wat léiert een dann iwwerhaapt wierklech dobäi? Et léiert een, mam Auto fueren, léiert een, wéi een am beschten d’Welt verschmotzen a sech dobäi net nëmmen déi eegen Zukunft, ma och déi vun allen Anere versaue kann. Ass et da wierklech dat, wat mer sou dréngend brauchen?

Verstitt mech wann ech glift net falsch, ech wëll guer net behaapten, dass een domadder, keen Auto ze fueren, déi ganz Äerd retten an dem Klimawandel e fette Stréch duerch d’Rechnung maache kann, iwwerhaapt net. Ma ech sinn awer iwwerzeegt dovunner, dass wann eng ganz Generatioun, wann all d’Jonker op dëser Welt sech endlech emol géife weigeren, déi topeg Gewunnechte vun der Vergaangenheet blannemännerches z’iwwerhuelen, sech einfach dogéint widdersetze géifen an d’Grenze vun deem, wat vun der Gesellschaft als normal ugesi gëtt, stur géinge verréckele goen, verréckelen op déi Plaz, wou mir se gären hätten, datt sech da vläicht endlech eppes géif doen, datt och déi Erwuesse sech vläicht endlech emol géingen trauen, d’Ae wäit genuch opzerappen, fir d’Realitéit ze gesinn. Natierlech wäert ni een d’Realitéit esou gesinn, ewéi se wierklech ass, all Mënsch huet jo nëmme säin eegent Puer subjektiv Aen, ma verschidde Saachen iwwerkucke mer awer mat enger gewëssener Absicht, och ech selwer maachen dat, obwuel mer wëssen, datt et se gëtt, obwuel mer wëssen, dass mer, wa mer nëmmen dës onheemlech Schicht Bequemlechkeet a Lidderegkeet vun eis erofrappe géingen, eppes drun ännere kéinten.

Jo, ech weess, dass den ëffentlechen Transport net ideal ass, dass gewësse Strecken, natierlech ëmmer ofhängeg dovunner, wou ee wunnt, wierklech net an där Zäitspan ofgeluecht kënne ginn, an där se sollten. Ech selwer wunne jo och net an der Stad. An awer sinn ech iwwerzeegt dovun, datt et am Endeffekt näischt Aneres wéi eng Saach vum Wëllen ass, a wann de Wëllen do ass, de staarke Wëllen, deen, dee sech esou liicht net vu senger Bunn stousse léisst, bei ville jonke Leit, déi staark am Liewe stinn an déi d’Kraaft an de Courage hunn, fir eppes aus hirem Liewen ze maachen, fir sech net einfach sou d’Zukunft vun der Vergaangenheet verbarrikadéieren ze loossen, da gëtt op eemol Villes méiglech. Wann eng ganz Generatioun op eemol radikal ophält, sech dat ze huelen, wat engem virgetesselt gëtt, d’Autoe lénks stoe léisst a sech aner Méiglechkeete siche geet, da muss d’Politik dach och eppes ännere goen, da ka se dat guer net ignoréieren. D’Leit reege sech ëmmer iwwert d’Politik op, mee am Fong geholl ass d’Politik an eiser Demokratie ouni d’Ënnerstëtzung an d’Averständnis vun de Bierger zu guer näischt fäeg, se ass e relative Spigel vun der Meenung vun eiser Gesellschaft. Wa si sech d’Entscheedung net ze huelen traut, musse mir et ebe selwer maachen, selwer fir eis a fir eis eegen Zukunft.

De Mënsch tendéiert dozou, gemitterlech ze sinn, gemitterlech a liddereg, awer gläichzäiteg schéngt e mer onmoosseg ongedëlleg, an en huet seng heemlech Virléifte net an der Hand, e wëllt seng Dreem a Wierklechkeet ëmsetzen a mierkt dobäi net, dass se als Dreem vill méi schéi waren. Mir hunn eng fuerchtbar kuerzsiichteg Vue, maachen eis haut alles sou einfach wéi méiglech a mierke guer net, ewéi d’Natur sech dogéint wiert, eis entgéintjäizt, dass mer, wa mer haut sou weiderfuere, geschwë kee Muer méi wäerte gesinn. Eis Virfaren hunn eis Steng an de Wee geluecht, , deenen hir Mass ze héich ass, wéi dass deen Eenzelen se nach op d’Säit kéint raumen. Et si Bëtongsbléck, déi eis de Wee fir an d’Zukunft verspären, a wa mer iwwerhaapt nach eng Chance wëllen hunn, fir se droen ze kënnen, dann hu mer guer kéng aner Wiel, ewéi se all zesummen an de Grapp ze huelen. An deem Sënn: Haalt zou ärem Wëllen, gitt net no, nëmme well d’Vergaangenheet eis aner Siichtweis, eis kleng Léisung fir dësen enorme Problem net enuechthuele wëllt. Verweigert de Führerschäin, fir keng Excuse méi ze hunn, der Lidderegkeet de fräie Laf ze loossen. Sprangt aus dem Zonk eraus, an deen d’Leit eis ze drätsche probéieren. Well wa mer mol ganz niichter op eis Geschicht erofkucken, da mierkt dach all Kand, dass Führere bis elo nach ni eppes Guddes bruecht hunn, oder?



 




ageschéckt den: 20:23 Sat, 16 February 2019 vum: Klaassen Eline

Zeréck

Prix Laurence 2019

Klaassen Eline - Da stand ich nun





Da stand ich nun und fragte mich, wie uns das bloß passieren konnte. Es hatte leicht ausgesehen, harmlos, doch nun, wo ich hier stand, mutterseelenallein aufs Wasser blickend, wurde mir plötzlich klar, dass es von vornherein eine einzige, große Falle des Lebens gewesen war.

Vorweihnachtszeit war es gewesen. Die Zeit, in der alle so peinlich bewusst darauf bedacht sind, glücklich auszusehen, dass das Unglück unter der durchsichtigen Schicht des Scheins nur noch deutlicher hervortritt. Der Glückliche hat es nicht nötig, sein Glück zu zeigen. Wie jede Sekunde, in der es mir möglich war, verbrachte ich auch diese Zeit des Jahres bei dir, in deinem modernen Appartement, in Edinburgh, zu Besuch. Du lebtest noch nicht lange in dieser Stadt, im Grunde lebtest du nie lange irgendwo. Ich mochte das, und das war dir bewusst. Du sagtest immer, du würdest dich nicht gerne an einen Ort binden. Eigentlich würdest du dich auch nicht gerne an eine Person binden. Die sicherste Weise, durchs Leben zu gehen, sei die Unabhängige. Aber es war schwierig, und du wusstest das. Du konntest es auch gar nicht. Aber die Idee, es zu tun, gefiel dir so gut, dass du einfach so tatst, als könntest du es. Am Ende ist das ganze Leben ein einziges Theaterstück, nur dass wir nicht immer mitbekommen, welche Rolle sich gerade über uns stülpt.

Ich hatte an deinem Küchentisch gesessen. Es war ein modisches Möbelstück gewesen, aus weißem Kunststoff, unpersönlich und kalt, ganz nach deinem Geschmack. Es war ein Sonntagnachmittag, die Sonne schimmerte schwach durch einen Spalt in der grauen Wolkendecke hindurch, fiel als heller Schein durch die makellos geputzte, große Fensterscheibe. Du saßest gegenüber mir, den Kopf auf die Hände gestemmt, fuhrst dir auf deine ganz eigene Art übers stoppelige Kinn, als müsstest du angestrengt über etwas nachdenken. Auch das hatte mich immer an dir fasziniert, wie du immer wirktest, als seist du gerade mit etwas ungemein Wichtigem beschäftigt. Es verlieh dir etwas Kluges.

Eine Träne löste sich aus meinem rechten Auge, glitt sanft meine Wange hinunter, tropfte von meinem Kinn, traf auf dem dicken, gelblich getönten Papier der kleinen Karte auf, die ich in meiner Hand hielt. Eine leichte, runde Wölbung entstand, mitten in den schwarzen Buchstaben, die einen Namen bildeten. Bereits eine halbe Stunde lang stand ich hier und starrte auf das kleine Kreuz neben dem Namen, versuchte zu begreifen, was auf dieser Karte geschrieben stand. Die Zeit glitt an mir vorbei, ohne dass ich Notiz von ihr nahm. Sie spielte keine Rolle mehr, nichts spielte mehr eine Rolle. Die Zeit war unendlich wie das Wasser vor mir, sickerte gleichmäßig vor sich hin, pulsierte über Flüsse, Seee, Ozeane durch die Erde. Ich fragte mich, ob sie je gänzlich verdampft sein würde.

„Worüber denkst du nach?“, hatte ich dich gefragt, ganz ungezwungen. Mir war nie bewusst gewesen, wie glücklich ich mich schätzen sollte, dass ich dir, einem solch unergründlichen Geheimnis wie dir ohne besonderen Anlass eine belanglose Frage stellen konnte, eine Frage, auf die du eine ernsthafte Antwort gabst. Du hegtest Gedanken zu meinen Aussagen. Warum hatte ich nie den Stolz verspürt, den eine solche Tatsache verdiente?

Es hätte nie passieren dürfen, ich hätte nicht zulassen dürfen, dass es geschah. Ich wusste tief in meinem Inneren, dass ich die Einzige war, die fähig gewesen wäre, es zu verhindern, ich wäre in die Wohnung gelassen worden, aus der jeder andere verbannt wurde. Ich hätte an deiner Seite weilen müssen, hätte sie erst verlassen dürfen, wenn ich dich durch und durch von jeglichem düsteren Gedanken befreit hatte, aber ich hatte es nicht getan, hatte es nicht einmal versucht. Während du die letzten und schlimmsten Qualen deines viel zu kurzen Lebens durchlebtest, war ich in dieser verfluchten Wohnung gewesen, wo ich mich unter einer Decke verschanzt hatte und hinter zahllosen Buchdeckeln vor der Welt geflüchtet war, bis ich mich endlich überzeugt hatte, dass ich mir alles nur eingebildet hatte.

Du hattest mir eine Antwort gegeben, hattest angefangen, mir von deiner Arbeit zu erzählen, in mir rätselhaften Fachtermen, die als solche in meine Ohren eindrangen und sich unmittelbar danach in Träume, in gänzlich unsinnige Geschichten verwandelten, Märchen, Abenteuer zwischen dir und mir. Der Klang deiner Stimme war Musik für mich gewesen, hatte mich rau und regelmäßig auf eine andere Ebene getragen, auf eine graue Betonfläche hoch über der Erde, von wo aus ich sie mir in den buntesten Farben ausmalen konnte und nur von oben zuzuschauen brauchte, was geschah. Deine Stimme war in meinen Ohren genauso gräulich wie deine ernsten Augen, die alles reell zu sehen pflegten, der Wirklichkeit unverblümt entgegenblickten. Wie deinen Lippen immer komplexere Worte zu entwischen begannen, vertiefte sich die allgegenwärtige Furche zwischen deinen Augenbrauen. Ich versank darin, trieb durch die endlose Farbe deiner Augen, bettete meine Gedanken in der Furche dazwischen. Niemand hatte es besser als ich verstanden, die Welt zu verlassen und zugleich zu nicken, als sei ich ganz und gar in ein Gespräch vertieft.

Ich hatte mich schließlich wieder aufgerappelt, hatte mir vorgenommen, den normalen Tagesablauf wieder anzunehmen. Doch dann war da diese Karte gewesen, diese Karte mit seinem ernsten Gesicht darauf, dieser tieftraurige Blick in den Augen. Ich verstand es nicht, und ich wollte es auch nicht verstehen. Alles, was ich wollte, war hier stehen und Augen und Ohren vor dem verschließen, was offensichtlich war.

Du hattest ein beschäftigtes Leben, schienst jede einzelne Sekunde mit etwas rätselhaft Wichtigem zu füllen, was jede Minute, die du mir widmetst, unendlich wertvoll erscheinen ließ. Du glaubtest, du kanntest mich, tatst, als kannten wir uns beide, so gut, wie es nach einer solch langen Zeit nur gewöhnlich wäre. Dass ich immer nur an deiner Oberfläche kratzte und dabei davon träumte, einst ganz kurz in dein Inneres hineinzugelangen, schienst du gar nicht zu bemerken. Mitten in deiner Antwort auf meine Frage hattest du dich aufgerichtet, die Hand entschuldigend gehoben und dein vibrierendes Handy aus der Tasche gezogen, eines von so vielen.

Ein regelmäßiges Geräusch schnitt durch die Luft, geriet knirschend in meine Ohren. Wie in einem Wahn stellte etwas in mir fest, dass ich dieses Geräusch kennen musste. Klar klang es, eindeutig, man wusste, wo es anfing und wo es aufhörte. Übersichtlich, sachlich, wie es mir gefiel. Wie betäubt kramte ich in meinen Erinnerungen, wo er es einige Male vorzufinden glaubte. Aus einem plötzlich erwachten Instinkt heraus wandte ich jählings den Kopf, löste den Blick von der beruhigenden Fläche des graublauen Seees vor mir, stellte mich der Welt. Eine leise, unglaubwürdige Hoffnung lächelte mir hinterhältig zu, flüsterte mir Bilder in den Kopf, die ich für die Wahrheit hielt.

Mein Vorbild, mein Ebenbild, der Mann, der als Junge niemals von meiner Seite wich. Endlich standst du wieder vor mir, stand vor mir auf dem Kiesweg, konzentriert einen Fuß vor den anderen setzend. Ich lachte übermütig, vergaß die Karte, schüttelte die Erleichterung darüber, dass sie nichts als ein dummer Scherz gewesen war, prustend aus mir heraus. Es verging eine halbe Ewigkeit, bis der staubige Sand des sich durch die taufeuchte Grasfläche windenden Gehweges wieder verschwommen Gestalt vor mir annahm. Ich lächelte, felsenfest daran glaubend, dass mir deine wunderbare Erscheinung entgegenstrahlen würden, sobald ich die Augen davor öffnete. Bestimmt führte ich den Blick in die Höhe, blickte direkt dorthin, wo deine Augen sich befunden hätten.

Wir waren auseinandergewachsen. Nach einer langen gemeinsamen Kindheit hatte der Weg meiner Jugend eine andere Richtung angenommen, als der deine. Briefe hatte ich dir geschrieben, lange Berichte belangloser Ereignisse, dokumentierte jede Sekunde des Spaßes, die sich in meinem Leben zutrug. Zu Beginn hattest du mir Antworten gesendet, lebhafte Floskeln zu meinem Übermut, karge Zusammenfassungen der vergangenen Zeit, doch mit der Zeit war der Brieffluss immer einseitiger geworden und deine beknüpften Lichtpunkte meines eingeödeten Alltags immer seltener aufgetaucht. Es war mir natürlich erschienen, hatte keine große Enttäuschung verursacht, mein Blick hatte sich schlichtweg mit dem Einbrechen der Düsternis rundum mich immer mehr in mein Inneres gekehrt, hatte zurückgeblickt, die schwach leuchtenden Sterne der Vergangenheit wiederzubeleben versucht. Mit deinem Verschwinden aus der Außenwelt wuchs deine Gestalt, die ich in mir aus Erinnerungen angefertigt hatte, immer mehr, wurde bunter und lebendiger, wurde zu meinem ständigen Begleiter. Wann immer ich mich vor der Welt verstecken wollte, rannte ich zu dir. Bei dir war ich sicher, was immer du tatst, war immer richtig. Was hätte ich ohne dich getan?

Niederträchtiger Hass erfüllte mich, als ich das Gesicht des Straßenjungen erblickte, der mich hoffnungsvoll anschaute. Einen Moment lang lähmte es mich, konnte ich den Blick nicht von diesem so verabscheuten Gesicht abwenden. Ich hatte den Jungen schon oft gesehen, diese struppigen, drahtigen Locken, dieser wortlose, schmale Mund. Im Grundsatz war ich den Straßenkindern ja durchaus freundlich gesinnt, gegen diesen hier jedoch hegte ich seit langem schon einen unbestimmten Groll. Seine Augen waren tiefer und schwärzer als die Nacht, drohten mich zu verschlucken, wann immer ich mich in ihre Richtung verirrte. Der Junge war wie ein Schatten, tauchte immer in meiner Gegend auf, ohne je auf mich zuzugehen oder anzusprechen. Es war fast, als spioniere er mir nach, und etwas an seinem Blick gefiel mir ganz und gar nicht. Zwischen unseren Gemütern schien eine Art unausgesprochene Feindschaft zu herrschen, und etwas vermittelte mir das Gefühl, dass der Junge das genauso spürte, wie ich es tat. Ich sah zurück auf das Meer, vertrank in meinen Gedanken, die sich darin ausbreiteten, wie Wellen sanft in der Morgensonne unter den Nebelschwaden her glitten, die nach und nach verdunsteten, wie Träume unter der Gewalt der Gedanken dahinschwinden. Ich trat einen Schritt näher an das Ufer heran, tauchte ein in den Nebel.

Du hattest vor meiner Schule gestanden. Es war der letzte Schultag gewesen, die Sonne hatte den ganzen Tag über prall durch die Fenster auf meinen vor wirren Informationen überlaufenden Kopf gebrannt, der sich nach nichts als Leere sehnte. Alles lernte man in der Schule, immer neue Informationen wurden zugefügt, doch das einzige, was ich wirklich wollte, war vergessen. Erfüllt von diesem halbherzig verzweifelten Übermut war ich dem Schülerstrom also nach draußen gefolgt, in die unendliche, frische Luft, heraus aus dem Drängen der Menge, Drängen der stickigen Luft zu vieler Gedanken auf engem Raum. Und da hattest du gestanden, abwesend in den Himmel blickend, kratztest dich nachdenklich am Kinn. Die Welle der plötzlich entstehenden Gefühle hatte mich überrollt, mich zu Staub zermahlen, ich konnte nur dort stehen und dich anstarren. Deine Augen hatten meine gefunden, sich hineingebohrt, meinen Grund aufgesucht, wo du dich immer noch eingenistet hattest, nach all der Zeit. Dein Blick war tief gewesen, tief und nüchtern. Ich hatte lange gesucht, gesucht, um mich in dir zu finden. Ein paar Schritte hatte ich auf dich zugemacht, nur um zu sehen, was du tun würdest. Dein Blick glitt an mir vorbei, ohne dass ich Notiz davon nahm. Gerade, als ich mich mit voller Wucht in dein Leben werfen, in deine Gegenwart schleudern wollte, griffen zwei Arme nach dir, pressten einen mir fremden Körper gegen deinen, klebten einen widerwärtig süßen Ausdruck der Liebe in deine Augen. Dein Blick hatte nicht mir gegolten, er hatte ihr gegolten, ihr ganz allein, sich an sie geschmiegt und mich nicht einmal erblickt. Wütend war ich vom Schulgelände gerannt. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass du scheinbar liebevoll die Arme ausbreitetest, um mir dann, wenn ich mich dankbar hineinstürzen wollte, eine klatschende Ohrfeige zu verpassen.

Es fühlte sich befreiend an, dem Jungen die Tür mit voller Wucht diesen bitterbösen Blick zuzuschleudern, der sich bisher grimmig in mich gerichtet hatte. Ein Zischen ging von meinen Augen aus, ein Gift, das das sanfte Wasser des Meeres zu verseuchen drohte, wenn ich es nicht an etwas anderem auslassen konnte. Der Junge blickte mich direkt in die Augen an, kroch an meinem niederträchtigen Hass vorbei, heftete sich auf meine Wunden. Ich wollte an ihm vorbeischauen, ihn mit würdeloser Ignoranz strafen, doch seine Augen waren wie schwarze Löcher, sogen mich mit einer solch starken, warmen Kraft in sich hinein, dass ich, dich ich dermaßen hilflos der Kälte ausgesetzt war, nicht anders konnte, als mich macht- und kraftlos in sie hineinsaugen zu lassen.

Wie in Trance rannte ich das Ufer hinunter, meine Augen sahen alles verschwommen, meine Ohren waren erfüllt von einem lauten Rauschen, ich rannte, hinterließ Kinderwägen und genervte Eltern, schmerzverzerrte Großmütter und zittrige Großväter, geschäftige Straßen, Leben, rannte ungebremst in den weiten, unendlichen Nebel hinein, der geheimnisvoll und unentdeckt über die grauen Wassermassen herrschte. Ich rannte in ein Nichts hinein, spürte das Wasser zu meinen Füßen, das Wasser des Lebens, den Dampf der Unendlichkeit, langsam lösten sich die tonnenschweren Gedanken in meinem Kopf auf, sie tropften wie flüssiges Feuer in das Wasser hinein, hinterließen eine angenehme Hülle der Ruhe und des Friedens. Das Wasser trieb mich fort, es nahm mich in seine Massen auf, umgab mich und zeigte mir, wie klein ich war. Der Nebel reinigte meinen Kopf, schuf Leere, jeglicher Belang des Lebens löste sich in Dampf auf. Gerade, als mein Körper mit einem letzten, friedvollen Seufzen den sanften Wellen nachgeben und sich auf ewig darin niederlassen wollte, legte sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter, zog mich sachte, doch kräftig in die Höhe, zurück zum Ufer.

Einen Augenblick lang sträubte ich mich instinktiv dagegen, ruderte halbherzig mit den Gliedmaßen, doch bald schon ließ ich mich von dem leisen Flüstern in meinem Ohr, dem sanften Rauschen der Wellen, den eisig um mein Gesicht streichenden Nebeltröpfchen besänftigen. Ich ließ mich tragen vom Rauschen der Worte, ließ mich ans Ufer spülen von drückenden Wellen. Die Worte des Jungen waren tief und haltspendend, ich griff danach, hielt mich daran fest, ließ mich gleiten ins Schicksal des Lebens, gleiten, obwohl ich nicht wusste, was es mir geben würde. Die Worte waren eine Seilbahn, die mich durchs Leben führen würde, und dadurch, dass ich sie festklammerte, ließ ich zugleich das Wasser zurück, das Wasser, in dem die Vergangenheit umhertrieb und immer umhertreiben würde. Ich hinterließ die grauen, endlosen Wassermassen und folgte dem Jungen blindlings in die hellen, warmen Sonnenstrahlen hinein.

 




ageschéckt den: 20:29 Sat, 16 February 2019 vum: Klaassen Eline

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Kleng Lecture, déi Iech vläicht weiderbréngt:


HELMUT BÖTTIGER

-  Wir sagen uns Dunkles
Die Liebesgeschichte zwischen
Ingeborg Bachmann und Paul Celan
DVA, 2017


PHILIP ROTH

-  Nemesis
Roman, rororo, 2018


GRACE PALEY

-  A Grace Paley Reader
Stories, essays, poetry

Farrar, Straus and Giroux, 2017

-  Manchmal kommen ...
Gedichte, Schöffling & Co, 2018

RON PADGETT

-  Die schönsten Streichhölzer der Welt
Englisch - Deutsch, mit den Gedichten
aus Jim Jarmuschs Film Paterson
Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung, 2017

STEFFEN POPP (Hrsgb.)

-  Spitzen
Gedichte. Fanbook. Hall of Fame.
edition suhrkamp, 2018

JAN WAGNER

-  Die Live Butterfly Show
Gedichte, Hanser Berlin, 2018

ZENO BIANU

-  Infiniment proche
Poésie, Gallimard, 2015

ANTHOLOGIE BEAT ATTITUDE

-  Femmes poètes de la Beat Generation
éditions Bruno Doucey, 2018

CHARLES SIMIC

-  Picknick in der Nacht
Gedichte, Hanser, 2016


TAHA MUHAMMAD ALI

-  An den Ufern der Dunkelheit
Gedichte aus Palästina
Fischer Taschenbuch, 2013


SERHIJ ZHADAN

-  Warum ich nicht im Netz bin
Gedichte und Prosa aus dem Krieg
Suhrkamp, 2016


HAIKU ANTHOLOGIE

-  Das Buch der klassischen Haiku
Hrsgb. Jan Ulenbrook
Reclam, 2018


KATE TEMPEST

-  Let Them Eat Chaos
Sollen sie doch Chaos fressen
Lyrik, edition suhrkamp, 2018

-  Hold Your Own
Gedichte, Suhrkamp, 2016

-  Worauf du dich verlassen kannst
Roman, Rowohlt, 2016

TOMAS BJORNSTAD

-  Fjorde
Lyrik, édition g. binsfeld, 2018

LUC SPADA

-  Fass mich an
Beats, Punchlines, Bitchmoves
édition g. binsfeld, 2017


NICO HELMINGER

-  Autopsie
Roman (op lëtz.), Ultimomondo, 2014

-  Abrasch
Poesie, éd. phi, 2013

GEORGES HAUSEMER
(1957 - 2018)

-  Fuchs im Aufzug
Erzählungen, capybarabooks, 2017

KREMART

-  Déi 20 kleng Bicher am "Schuber"
aus der Collectioun smart
Erzielungen, éd. Kremart, 2017
 


Auteuren 2019

Archiv

Lescht Texter vum Concours

Immortal

Erageschéckt: 00:04 Tue, 19 March 2019


I know that I'll have to go soon. I just wish...

méi liesen...

Liebeslied

Erageschéckt: 23:25 Mon, 18 March 2019


Und ich sehe dich, ich sehe dich, ich...

méi liesen...

Schumann

Erageschéckt: 23:02 Mon, 18 March 2019


Ein deutsches Pferd steht im amerikanischen...

méi liesen...